Heimatverein Nordwalde e.V.

Ansprechpartner:

Clemens KeukenbrinkClemens Keukenbrink
Herman-Stehr-Strasse 14
Telefon: 02573/3767

Logo Heimatmuseum
Öffnungszeiten des Museums
jeder 1. und 3. Sonntag im Monat
von 15.00 bis 18.00 Uhr.
Führungen (Klassentreffen, Familienfeiern, Besuche anderer Heimatvereine, usw) finden nach Vereinbarung statt.

Peter ZinnPeter Zinn
Telefon: 02573/2347

Lage:Georg Kramann Heimatmuseum
(Bild anklicken zum vergrößern)

Das Georg-Kramann-Heimatmuseum liegt in der Dorfmitte in der Nähe der kath. Pfarrkirche St Dionysius und ist dort seit 1979 in einem alten, einstöckigen Schulgebäude aus den 30-er Jahren untergebracht. Es verfügt über eine Ausstellungsfläche von ca. 300 Quadratmetern.

Träger:
Das Georg-Kramann-Heimatmuseum ist eine vom Heimatverein Nordwalde und der Gemeinde Nordwalde getragene Kultureinrichtung (lt. Stiftungsvertrag), die gesammeltes Kulturgut vor Verfall, Verlust oder Verbrauch schützt und die daraus für eine interessierte Öffentlichkeit ein qualifiziertes Informationsangebot über materielle Zeugnisse von Kunst-, Kultur- und Naturgeschichte bereitstellt. Diese Kultureinrichtung ist 1994 durch das Westfälische Museumssamt in Münster als unterstützungswürdig anerkannt worden.
Das Heimatmuseum ist eine über die Grenzen der Gemeinde Nordwalde hinaus angesehene Institution, die es gilt zu erhalten für uns jetzt und für spätere Generationen.

In den 80-er Jahren hat die fast beängstigend wirkende Fülle des Sammlungsbestandes und seine mannigfache Vielfalt eine räumliche Neugestaltung des Museums erforderlich gemacht. Im Vorfeld dieser Neugestaltung hat die Museumsleitung mit anderen Museumsleitern, Archivaren und Mitarbeitern des Westfälischen Museumssamtes intensive Gespräche geführt. Nach diesen Gesprächen hat sie eine lückenlose Inventarisierung des Sammlungsgutes vorgenommen. Auf der Basis dieser Inventarisierung hat sie Schwerpunkte für die Schausammlung gesetzt:

Schwerpunkte der Schausammlung:

  • Ortsgeschichte (Geologische und archäologische Funde auf Nordwalder Gebiet; die erste urkundliche Erwähnung Nordwaldes; die alten Amthöfe Bispinghof und Pröbstinghof; der 30-jährige Krieg; das Urkataster aus dem Jahre 1828; der 1. und 2. Weltkrieg; die Entwicklung der Gemeinde nach dem 2. Weltkrieg; Technik und Verkehr)
  • Bäuerliches Wohnen (möblierte Wohnstube mit Münsterländer Kamin)
  • Bäuerliches Wirtschaften (vom Bestellen der Felder über die Ernte hin zu deren Verarbeitung)
  • Vom Flachs zum Leinen (vom Flachsanbau zur Ernte und deren Verarbeitung hin zum Spinnrad und Webstuhl, vom Webstuhl zur Nordwalder Textilindustrie)
  • Alte Handwerke in Nordwalde (Schneider, Holzschuhmacher, Schuster, Sattler, Korbmacher, Schmied, Küfer, Zimmermann, Stellmacher, Maurer, Müller, Seiler)
  • Handel (vom Tauschhandel zum Geld)
  • Gewerbe (Kolonialwarenhändler, Metzger, Milchverteiler, Molkerei)
  • Kinderleben (Spielzeugsammlung)
  • Schulen (die Bauerschaftsschulen - die Volksschule - Grundschulen - Hauptschule - Gesamtschule)
  • Kirchen (evangelische und katholische Kirche)
  • Brauchtum (christliches Brauchtum, Schützengesellschaften)

Exponate in den einzelnen Ausstellungsbereichen der Schausammlung werden durch dokumentarisierte Fotos und kurze, prägnante Texte ergänzt. Die Fotos stammen aus einer über 8.000 Bilder umfassenden Sammlung, die augenblicklich archiviert wird.

Großgeräte (Hochzeits- und Jagdwagen, Kutschen, Totenwagen, Leiterwagen, Stürzkarre, Wannenmühle, Oelmühle, Schnittladen, Pflüge, Eggen. etc.) mussten der aktuellen Schausammlung weichen, weil nur eine begrenzte Ausstellungsfläche zur Verfügung steht, wie oben bereits angegeben. Sie sind z.T. auseinander gebaut und lagern, werden "gehortet", in dem alten, zur Schule gehörenden Toilettengebäude und in den Scheunen größerer Bauernhöfe.

Ausstellungen ergänzen das Museumsangebot und halten das Museum im Gespräch. Um all diese Ausstellungen hat sich der in 2002 verstorbene Herbert Reinke besondere Verdienste erworben.

  • Der Bispinghof in Nordwalde
  • Nordwalde während des 2. Weltkrieges
  • Arbeiten der Naturschutzgruppe
  • 800-Jahr-Feier im Jahr 1951
  • Nordwalde auf alten Postkarten
  • Nordwalde im Spiegel historischer Karten und Bilder
  • Pater Laumann
  • Werbung von 1900-2000
  • Pfarrer-Jansen

 

Kleinere Ausstellungen finden im Foyer des Georg-Kramann-Heimatmuseums statt, größere müssen aus Platzgründen in größeren Räumen öffentlicher Gebäude gezeigt werden.

Veröffentlichungen und Publikationen
steigern den Bekanntheitsgrad und halten das Besucherinteresse wach:

    3 Bände "Beiträge zur Heimatgeschichte - Nordwalde in Wort und Bild"

    monatliche Kurzberichte über Geschehnisse in der Heimat

    Berichte über Neuerwerbungen

    Schenkungen und Leihgaben in der örtlichen Presse

    Heimatkalender

    Film 800-Jahr-Feier Nordwalde

    3 Filme 850-Jahr-Feier Nordwalde

Einen Teil der museumspädagogischen Arbeit haben wir vor kurzem aufgenommen und versuchen in Zusammenarbeit mit den Grundschulen; die Schausammlung didaktisch aufzuarbeiten und Unterrichtseinheiten zu verfassen.

Planungen und ZieleBispinghof Haupthaus

Unser jetziges Heimatmuseum platzt aus allen Nähten. Das Wunschobjekt für die künftige Unterbringung unserer Exponate ist das ca. 100 Jahre alte sogenannte Haupthaus auf der Insel Bispinghof mit einer Nutzfläche von ca. 800 qm. Im Inselbereich stehen die Toreinfahrt und der alte Speicher bereits unter Denkmalschutz. Die Insel liegt ortsnah und der Bispinghof ist die Urzelle Nordwaldes. Aus dem Wappen des Schulzenhofes Bisping ist das Wappen Nordwaldes mit den drei nebeneinanderstehenden Gerichtsbäumen und dem davor liegenden Schwert entstanden.

Im Dezember 2002 haben die Landesentwicklungsgesellschaft NRW und die Regionale 2004 die Insel Bispinghof für eine gemeinsame Initiative mit dem Namen "Baukultur und Gartenkunst - Siedlungen bauen" ausgewählt. Dabei soll das alte Haupthaus erhalten bleiben. Der Eigentümer - das evangelische Diasporawerk - ist bestrebt, dem Heimatverein auf dem Bispinghof Platz für das Heimatmuseum zur Verfügung zu stellen.

Wir hoffen, dass unser Wunsch sich bald erfüllen möge.

Wer weitere Informationen zu regionalen Geschichte erhalten Sie auch unter:
westfaelische-geschichte203

Intenet-Portal “Westfälische Geschichte”
Westfälisches Institut für Regional Geschichte (WIR)
weitere Informationen unter der Link Seite